Bewerbung um die Direktkandidatur im Bundestagswahlkreis Lippe I

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir leben in einer Zeit mehrerer gleichzeitiger Umbrüche. Ganz akut verändert eine globale Pandemie die Art wie wir uns begegnen, wie wir arbeiten, für viele auch ob wir arbeiten. Die Digitalisierung ist nicht mehr nur ein Randthema für Technikbegeisterte, sondern durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche. Das Zeitalter der eng begrenzten Lebenswelten in den Nationalstaaten ist vorbei. Die Globalisierung bringt uns Produkte und Wohlstand, sie ermöglicht uns die Welt kennenzulernen, sie sorgt für ein Zusammenwachsen der Welt, aber genauso auch für Ausbeutung, Deregulierung, ökonomischen Druck. Und neben der ökonomischen und kulturellen Globalisierung spüren wir auch zunehmend eine Globalisierung von Konflikten – auch inmitten unserer Städte. 

Die prägendste und größte Herausforderung unserer Zeit: die Klimakrise. Sie bedroht uns nicht nur heute schon mit Extremwetterereignissen und Ernteausfällen, sie wird auch im wahrsten Sinne des Wortes das Angesicht unserer Welt verändern. Und alle diese Veränderungen hängen zusammen und beeinflussen sich. 

Darum ist der Einsatz für die Umwelt und gegen die Klimakrise der Kern unseres politischen Engagements als Grüne. Entschiedene und wirksame Antworten zur Eindämmung der Klimakrise zu finden wird die wesentliche Aufgabe der nächsten Zeit sein. Hierfür brauchen wir eine wirksame Verkehrswende, die Energiewende, den Schutz unserer Natur und Umwelt, ein Ende des Flächenfraßes und eine ökologisch und ökonomisch nachhaltig ausgerichtete Wirtschaft. Und ganz konkret und regional: Als Kommunalpolitiker führten mir die letzten Wochen und Monate deutlich vor Augen, wie wichtig ein schon vom Bund offen und transparent erteilter Planungsauftrag für die Bahn für die mögliche ICE-Trasse ohne Vorfestlegungen auf ein starres 31-Minuten-Zeitziel oder auf einen Trassenneubau und eine gute Beteiligung der Region im Planungsverfahren ist, damit die Verkehrswende im Einklang mit Landschafts-, Natur- und Wohngebietsschutz erreicht werden kann, aber auch welche wichtige Rolle der Bund bei der Verhinderung unnötiger und flächenverbrauchender Straßenprojekte auch bei uns in Lippe spielt.

Auf meiner Instagramseite beschreibe ich mich als „Europäischer Lipper und lippischer Europäer“. Wie wir leben und Politik machen, beeinflusst Menschen überall auf der Welt. Und andersrum. Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit finden wir in einer komplexen und globalisierten Welt nicht mehr nur auf der Ebene des Nationalstaats, sondern gemeinsam in der Europäischen Union und mit den anderen Weltregionen zusammen. Und wir finden und leben sie vor Ort, wo viele politische Ideen Realität werden. Vor Ort verankert und anpackend und die Welt im offenen Blick möchte ich auf nationaler Ebene im Bundestag den richtigen Rahmen mitsetzen und die Herausforderungen angehen.

Ich mache seit 1996 grüne Politik. Daneben war ich eine ganze Zeit im Roten Kreuz auf allen Ebenen aktiv. Neben dem Umgang mit Krisen und Katastrophen ist das Rote Kreuz insbesondere international besonders in der Hilfe in Konflikten aktiv. „Inmitten der Waffen Menschlichkeit“. „Durch Menschlichkeit zum Frieden.“ Diese Leitsprüche der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung haben mich geprägt. Ich bin überzeugt, dass sie nicht nur im bewaffneten Konflikt gelten, sondern auch in den gesellschaftlichen Spannungen unserer verunsichernden Zeit. Hier gilt es inmitten der Spannungen, inmitten von Verteilungskonflikten, Verlustängsten, Zukunftsunsicherheiten die Menschlichkeit zu bewahren.

Ich möchte mich im Deutschen Bundestag, genauso wie heute schon im Landesvorstand und vor Ort als Sprecher des Kreisverbandes für eine Welt der Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Unterstützung einsetzen. Zukunft wird aus Mut gemacht und ich bin überzeugt, dass der Mut zu Veränderungen, die Verteidigung unserer Menschlichkeit im rauen gesellschaftlichen Klima und das tatkräftige Verwandeln der Herausforderungen unserer Zeit in eine gute Zukunft zum gesellschaftlichen Frieden führen werden. Denn diese Veränderungen schaffen Halt.  

Diese menschliche Haltung ist in unserer Gesellschaft in den Krisen immer wieder sichtbar geworden. In der Pandemie haben viele Menschen selbst angepackt und sind für ihre älteren Nachbar*innen einkaufen gegangen, haben Onlineangebote für Kinder organisiert, ehrenamtlich die Gesundheitsämter beim Testen unterstützt. Seit Jahren engagieren sich Menschen aus unserer Mitte für Geflüchtete, schützen Ehrenamtliche die Umwelt. Wir haben inzwischen eine viel größere gesellschaftliche Offenheit für unterschiedliche Lebensmodelle, sexuelle Identitäten, für Vielfalt, als es noch zur Zeit meiner Kindheit der Fall war. Wir sind auf einem Weg, der in eine bessere Welt führen kann – wenn wir ihn entschlossen weiter gehen und die richtigen Weichen stellen. Aber dafür braucht es auch die richtige Unterstützung von einem handlungsfähigen und willigen Staat. 

Ich bin Jurist und von Beruf Richter und im Grünen Landesvorstand unter anderem für Innenpolitik und Rechtspolitik zuständig. Ich möchte im Bundestag am Rechtsrahmen für eine freie und offene Gesellschaft mitwirken, mit einem gut ausgestalteten und für alle zugänglichen Rechtsstaat Halt und garantierte nicht private Konfliktlösung bieten, mit demokratisch fest verankerten und kontrollierten Sicherheitsorganen ein Leben ohne Angst vor Bedrohungen für alle Menschen in unserem Land ermöglichen und auch die globalisierte Welt, ihre Zusammenhänge und Konflikte mit einem Regelwerk für eine menschliche, faire und ökologische Zukunft gestalten. Ich möchte eine sichere und gerechte Welt für alle, mit verlässlichen Verabredungen, mit transparenten Verfahren anstelle der letztlich immer in Unfreiheit und Unterdrückung endenden Heilsversprechen autokratischer Populist*innen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, unser soziales Sicherungssystem in einer von Digitalisierung und Flexibilität geprägten Arbeitswelt in einer Bürger*innenversicherung zukunftsfest zu machen, einen länderübergreifenden Katastrophenschutz in Zeiten von Pandemien und der Klimakrise mitgestalten, und das Vertrauen in die Politik schützen durch klare Regeln anstatt schwammiger Selbstverpflichtungen gegen Korruption. Und ich möchte mich dafür einsetzen, dass der Bund die vielen kommunalen Angebote sicherer Häfen endlich annimmt und Geflüchteten Schutz und Sicherheit bietet.

Liebe Freundinnen und Freunde, Zukunft entscheidet sich hier, das ist Teil unseres Slogans für die Kommunalwahl gewesen. Sie entscheidet sich da, wo wir zusammen anpacken und gestalten. Dafür stehe ich, im Kreisverband zusammen mit euch in den OVs und Fraktionen,  aber mit eurer Unterstützung auch im nächsten Deutschen Bundestag. Mit euch zusammen möchte ich Lippe grüner gestalten und für euch und alle anderen Lipper*innen den Wahlkreis Lippe I im Bundestag vertreten, bitte euch darum um eure Unterstützung als Direktkandidat und werde mich mit dem Votum das sowohl ihr als auch der Bezirksverband mir schon gegeben habt, auch auf einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste bewerben.

Euer   

Robin

Zu mir:

Mitglied des Landesvorstandes der GRÜNEN NRW

Sprecher der GRÜNEN Lippe

Kommunalpolitiker seit 1998, seit 2020 stellvertretender Landrat des Kreises Lippe

Ehrenamtlich engagiert in der Kirchengemeinde Bergkirchen und im Karatedojo Bad Salzuflen

Im Hauptamt Richter am Sozialgericht in Detmold, davor als Referent für Schule, Kultur und Sport beim Städte- und Gemeindebund NRW

Landei mit Familie

Jahrgang 1980

robin@robin-wagener.de

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