13.03.2026
Krieg in Nahost, Merz trifft Trump, internationaler Frauentag, Energiepolitik
Sitzungswochen im Bundestag sind intensiv. Zwischen Ausschüssen, Fraktionssitzungen, Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen und den Debatten im Plenum verdichten sich politische Entwicklungen oft sehr schnell. Auch diese Woche war geprägt von großen außen- und sicherheitspolitischen Fragen – und von ganz konkreten innenpolitischen Entscheidungen.
Die dramatische Lage im Iran beschäftigt uns derzeit in vielen Gesprächen im Parlament. Unsere Gedanken sind bei den Menschen dort, die seit Jahren unter dem Regime leiden und einen berechtigten Wunsch nach Sicherheit, Freiheit und politischer Selbstbestimmung haben. Gleichzeitig stellt der aktuelle Krieg die internationale Politik vor schwierige Fragen.
Der Krieg in Nahost zeigt auch wieder einmal wie stark Geopolitik und Wirtschaftspolitik zusammenhängt. Die Energiepreise steigen rapide. Das führt uns erneut vor Augen, wie abhängig wir noch immer von fossilen Öl- und Gasimporten sind. Deutschland muss den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterhin konsequent vorantreiben. Ministerin Reiche sendet leider ganz andere Signale, will zurück zu den Fossilen und droht die Energiewende abzuwürgen. Der Krieg im Nahen Osten zeigt: Erneuerbare Energien sind nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftspolitisch notwendig, um uns unabhängig von geopolitischen Krisenherden zu machen.
Auch das Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump in Washington war diese Woche immer wieder Thema – in Hintergrundgesprächen genauso wie in den parlamentarischen Debatten. Dabei ging es um den Krieg im Iran, die Stabilität der Region und natürlich auch um die weitere Unterstützung für die Ukraine.
Auch wirtschaftspolitisch gab es neue Impulse. In dieser Woche ist ein neuer Wirtschaftsbeirat gestartet, in dem Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen vertreten sind – vom Start-up bis zum DAX-Konzern. In den Gesprächen wird sehr deutlich: Viele erwarten vor allem klare und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Transformation.
Ein weiteres Thema war der Internationale Frauentag. In vielen Veranstaltungen und Debatten ging es um die wirtschaftliche Unabhängigkeit und die körperliche Selbstbestimmung von Frauen – Themen, bei denen politisch noch viel zu tun bleibt.
Auch im Plenum standen mehrere Initiativen auf der Tagesordnung: Vorschläge für eine sozialverträgliche Wärmewende, ein Antrag zur Stärkung von Kommunen und lokaler Demokratie sowie Debatten darüber, wie Infrastrukturprojekte im Schienenverkehr schneller umgesetzt werden können. Gerade bei der Verkehrswende wird immer deutlicher, wie wichtig ein leistungsfähiges Schienennetz für Klimaschutz, Wirtschaft und Mobilität ist.
Was ich in solchen Sitzungswochen immer wieder erlebe: Viele politische Fragen hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Außen- und Sicherheitspolitik, Energie, Wirtschaft und gesellschaftlicher Zusammenhalt – all das greift ineinander. Genau deshalb lohnt sich die intensive parlamentarische Debatte.